Mittwoch, 25. März 2015

Die "Rei-Bande": Intermezzo
mit einem Hinweis auf Masters & Johnson

Im Forum "Buddhaland" hat der Moderator Ji'un Ken (Alf Bartholdy), der dort erst kürzlich nach einer Abmahnung meinerseits die Veröffentlichung einer privaten Email rückgängig machen musste, folgendes behauptet: "Ich habe heute eine Mail von der "japanischen Botschaft" in Hamburg bekommen, mit der Bitte, meinen Streit mit Herrn K. selber zu klären. Dieser hat dort per Mail nachgefragt, ob sie wirklich etwas für mich übersetzt hätten, denn es könnte sein, das ich lüge."

Wie üblich, ist diese Behauptung aus dem Zusammenhang gerissen. Ji'un Ken hatte behauptet, die "japanische Botschaft" in Hamburg angeschrieben zu haben. Es gibt dort jedoch nur ein Generalkonsulat, die Botschaft sitzt in Berlin. Da also zunächst nicht klar war, wen er überhaupt kontaktiert hatte, schrieb ich zur Sicherheit gleich auch noch die Botschaft in Berlin an, die übrigens antwortete, sie würde keine Übersetzungsanfragen bearbeiten.

Dem Generalkonsulat in Hamburg hatte ich folgendes geschrieben:

"Sehr geehrte Damen und Herren,

in einem buddhistischen Forum behauptete heute ein User namens Ji'un Ken (bürgerlich Alf Bartholdy), dass er die "japanische Botschaft" in Hamburg um die Übersetzung eines Artikels aus einer buddhistischen Zeitschrift gebeten habe: 
Den Artikel sende ich Ihnen im Anhang. 

Möglicherweise hat er gelogen, oder aber er meinte Ihr Japanisches Generalkonsulat. (...)"

Die Möglichkeit, dass Ji'un Ken gelogen haben könnte, bezog sich also zunächst auf seine eigene sachlich falsche Aussage, er habe die "japanische Botschaft" in Hamburg angeschrieben - da es eine solche dort ja nicht gibt. Wenn man behauptet, eine offizielle Stelle an einem Ort angeschrieben zu haben, die es dort gar nicht gibt, setzt man sich natürlich dem Verdacht aus, gelogen zu haben. Oder aber dem, dass man da eine Bildungslücke hat. Darum habe ich dies gleich mit bedacht: Falls er das Generalkonsulat gemeint haben solle, habe ich demzufolge KEINE Lüge unterstellt, wie aus meiner Formulierung ("oder") eindeutig hervorgeht.

Als klar wurde, dass das Generalkonsulat tatsächlich involviert war, habe ich nachgehakt, was denn dort nun übersetzt wurde, da Ji'un Ken den Passus, den er zitierte, nicht in Anführungszeichen setzte und damit nicht als wörtliches Zitat markierte. Daraufhin wurde ich auf Bartholdy zurückverwiesen.

***

Drollig ist - im gleichen Thread - auch der Beitrag von blue_apricot, dem Pendant zu "stiller_raum", das mal wieder nicht mehr an sich halten konnte und sich über seine Gesinnung verriet:

"Die Verantwortung wie sich das weiter entwickelt, ich meine auch im Hintergrund, nicht für jeden sichtbar, die liegt auch bei uns allen. Er agiert jetzt in Thailand und von da ausgehend - und seine Emotionen und Handlungen, die hier vielleicht aufgeheizt werden, werden auch vor Ort wirksam. Ich möchte nicht daran beteiligt sein, wenn er sich das die nächste "Hure" greift um sich auszuagieren oder irgendein Video mit angeblichen Mönchen beim Sex veröffentlicht, mit Leuten, die sich in ihrer Armut nicht mehr zu helfen wissen Sein ganzes Vorgehen, seine Sichtweisen sind abscheulich und inhuman, und mit nichts zu rechtfertigen."

Diesen Beitrag habe ich nicht gemeldet, weil sich daran noch einmal die Gesinnung von feigen anonymen Stalkern im Internet aufzeigen lässt. Zunächst wird der Ausdruck "Hure" nicht von mir benutzt, sondern von einer von diesem Berufszweig (und wohl auch der Sexualität im Allgemeinen) offensichtlich angewiderten Person. Dazu kommt eine Prise Hobby-Psychologie und eine dickere Portion Dummheit: Die in den Videos gezeigten Mönche sind zweifelsfrei ebensolche, der in Thailand ertappte wurde von der Polizei überführt, ein Geständnis findet sich im Video. Der Kambodschaner mit den rotierenden Hüften lebt in den USA (!), und er wurde zur Massage der von ihm bestiegenen Frau gerufen. Es handelt sich also keinesfalls um "Leute, die sich in ihrer Armut nicht mehr zu helfen wissen".

Dazu gibt es eine schöne Anekdote. Kürzlich sprach ich mit einem Leutnant der Einwanderungsbehörde über den Umgang mit Wanderarbeitern in Thailand. Es ging um die Berufsmöglichkeiten dieser Menschen. Da sagte er nicht ohne Ironie, man habe ein Abkommen ("MoU") mit den Nachbarländern (Kambodscha, Myanmar, Laos) getroffen, nach dem deren Arbeiter eben bevorzugt die Jobs erledigen dürften, die Thais selbst oft nicht mehr machen wollten. Darum dürfen sie momentan zwar für den Mindestlohn auf dem Bau schwitzen oder Zimmer putzen (was natürlich auch fast jede thailändische Prostituierte könnte), aber zum Beispiel nicht in besser bezahlte Massagejobs, wie etwa im Spa, die Thais vorbehalten bleiben sollen.
   Zur Erinnerung: Es gibt hier praktisch keine Arbeitslosigkeit, darum ist jeder Einwurf, thailändische (!) Freudenmädchen hätten keine Wahl, absurd. Das Bruttoinlandsprodukt Thailands ist gut 5 mal so hoch wie das Kambodschas (nach Schätzungen eines hiesigen Magazins soll das Durchschnittseinkommen incl. Schwarzgelder bei 25.000 Baht, also ca. 700 Euro, pro Person in Thailand liegen).

Danke, blue_apricot, dass du uns noch einmal Einblick in die Denkweise spinnerter Aktivistinnen gegeben hast. Heute findet sich in der Süddeutschen übrigens ein Artikel über die Prostitution in der Schweiz mit einem geschätzten Anteil der Zwangsprostitution von gerade mal 10 (zehn) Prozent! Nur, falls du jetzt gleich wieder auf diese Schiene hüpfen willst. 

Bedanken möchte ich mich auch für jede Hilfe bei Adrenalin- und Testosteronausschüttungen. Wie du ganz richtig sagst, stilles Früchtchen, funktioniert ein Mann in der Regel so: Je lebendiger er ist, desto mehr Frauen möchte er befriedigen. Gerade habe ich einem Amerikaner am Strand, der u. a. meinte, man könne in Thailand keinen kostenlosen Sex bekommen und die professionellen Freundinnen ("professional girlfriends") würden allesamt ihren Orgasmus vortäuschen, verschiedene Merkmale erklärt, wie man diesen oder zumindest ihren Genuss erkennen kann. Neben der veränderten Intensität ihres "Ausflusses" und vor allem des verstärkten Geruches gibt es da ein ganz sicheres Merkmal: Die Verfärbung (Rötung) der inneren Schamlippen. Und nun schau mal nach, ob sich da bei dir noch so viel tut wie bei einigen Freudenmädchen in Pattaya, ehe du anderen deine Lustfeindlichkeit als Ethik reinschieben willst.

Oder stell einfach mal selbst einer am Straßenrand bettelnden Kambodschanerin mit Baby im Arm 2 Kilo Carnation-Pulver vor die Knie, statt das Geld dafür bei geistesschwachen buddhistischen Lehrern zu lassen, die deine Verwirrung nur vertiefen, statt sie aufzulösen. Oder begib dich auf der Suche nach einer migränegeplagten anderen Bettlerin zu - oja, echten ! - Mönchen in den Tempel, wo sie dir den Weg zu Migranten weisen, die billig oder kostenlos in armseligen Barracken hinter den schönen Buddhahallen hausen dürfen.

Du Blödschwätzerin.

Mittwoch, 18. März 2015

Wolf-Dieter Nolting, Christoph Hatlapa
und die "Rei-Bande" (I)

Ich habe gerade die Liste der Lehrer, von denen der Asso-Blog abrät, um zwei Namen und ihr Gefolge erweitert: Wolf-Dieter Nolting (Rei Shin Bigan) und Christoph Hatlapa (Rei Ho). Beide Lehrer habe ich über die Webseiten ihrer Sangha kontaktiert und um eine Kopie ihrer Dharma-Übertragung (inka shomei) - ein Schriftstück (ichi mai) der Rinzai-Tradition - gebeten. Im Falle von Nolting antwortete ein Dirk Künne u. a., er habe sich "entschieden Nolting nicht mit derlei Kinderkrankheiten zu belaestigen", mit Bezug auf eine um diese Lehrer entbrannte Diskussion im Forum Buddhaland. Künne aus dem "Wol(k)entor-Tempel" hatte allerdings zuvor Folgendes angeboten: "Falls es Sie interessiert kann ich Ihnen noch alte Vorträge raussuchen aus den 80er Jahren (von Sesshins in Deutschland), in denen Saidan Oi Roshi offiziell die Liniennachfolge und Aufgaben von Hatlapa und Nolting anspricht." Zunächst bestand ich auf dem Beleg für die Dharma-Übertragung, die Nolting und Hatlapa behaupten, von Oi Saidan Rôshi (Hokoji) erhalten zu haben. Als man mir lediglich anbot, vor Ort Einblick in diese zu nehmen, bat ich im Gegenzug um diese Vorträge - es kam aber von Seiten Herrn Künnes nichts mehr. Wir werden uns nachher mit den Widersprüchen in den Zeitangaben beschäftigen, die allein schon aussagekräftig sind. 
   Anders lief es bei Christoph Hatlapa. Er sandte folgenden Artikel aus einer japanischen buddhistischen Zeitschrift als Beleg, mit den Worten: "Oi Saidan hat in dem Ihnen vorliegenden Artikel alle seine Dharmanachfolger 1997 öffentlich bekanntgegeben, darunter auch mich." Hatlapa hat die maßgebliche Textpassage in dem Artikel weder markiert noch übersetzt. Da er, wie man in seinen Podcasts hört, nicht einmal den namen "Jôshû" korrekt aussprechen kann, darf man sowieso davon ausgehen, dass er weder Japanisch kann noch sich lange genug in Zenklöstern aufhielt, um dort eine klassische Kôan-Schulung abzuschließen. Die entscheidende Stelle in dem Artikel lautet: 

„Es gibt von Oberpriester Oi Saidan 2 japanische Zen-Priester, 8 buddhistische Laienbrüder und 5 deutsche HÔSHI. [Es folgen Namen und Tempel der Japaner, darunter Muka Reikô (向井令孝).] Die deutschen HÔSHI sind Nolting (Anwalt), Eckhart (Lehrer), Hatlapa (Anwalt), Robert (Musiker) und Anato(h) (Ärztin).“ 

Bei so vielen Anwälten möchte ich das passende Vokabular wählen.

Indiz 1: Der Hôshi (oder hosshi) ist lediglich ein Dharma-Lehrer (siehe Baroni: Illustrated Encyclopedia of Zen Buddhism, Rosen Pub Group 2002, S. 138). 

Wer Dharma-Übertragung (inka shomei) durch einen anderen "rôshi" hat, der wird im Rinzai "shike" oder eben "rôshi" genannt.

Ein solcher "Zen-Meister" (shike) ist im Rinzai üblicherweise unverheiratet (siehe Jorn Borup: Japanese Rinzai Zen Buddhism, Brill Academic Pub 2008). 

Mit anderen Worten, Hatlapa hat die Berechtigung, sich "Dharma-Erbe" zu nennen, von seiner Ernennung zum Lehrer hergeleitet - und damit seine Dharma-Übertragung selbst ad absurdum geführt. Kein Wunder, dass er ein öffentliches Vorzeigen seiner Übertragungsurkunde ablehnt. [Mehr Infos zu den Rängen im Rinzai auf Englisch hier.]
   
***

In einer weiteren email schrieb Hatlapa, auf die Frage, wann er denn nun "Dharma-Nachfolger" geworden sei: 

"Ich wurde 1993 als Dharmanachfolger von Oi Saidan Roshi bestimmt. Mein Dharmasiegel datiert vom 8.12.1993. Oi Saidan hat in dem Ihnen vorliegenden Artikel alle seine Dharmanachfolger 1997 öffentlich bekanntgegeben, darunter auch mich. Der Vortrag im Jahr 2000 [auf der EXPO] stellt lediglich eine öffentliche Bekräftigung dar."

Indiz 2: Siehe die email von Künne oben, in der von Artikeln aus den 80er-Jahren die Rede ist, wo bereits die Liniennachfolge von Hatlapa und Nolting angesprochen worden sein soll. 

***

Kommen wir zu Wolf-Dieter Nolting, über den dies behauptet wird: 

"1986 wurde er im  Myoshin-ji (Kyoto) zum Mönch ordiniert und 1987 von Oi Saidan Roshi als Lehrer und als sein erster  deutscher Dharma-Nachfolger bestimmt."

Indiz 3: Schauen wir auf die Übersicht der Wiki über die Zen-Graduierungen, so wird deutlich, dass eine Ernennung zum Lehrer UND Dharma-Nachfolger nach einem Jahr Ordination nicht vorgesehen ist. 

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Einer derjenigen, der von Wolf-Dieter Nolting Dharma-Übertragung (inka shomei) bekommen haben will, ist Michael (Rei Ko) Sabaß. Auf der Webseite des Zen-Kreis Bremen heißt es: 

"1996 erhielt er von Rei Shin Sensei Dharma und Lehrerlaubnis."

Und hier heißt es sogar: 

"1990 begann Michael Sabaß seine Lehrtätigkeit im Zenkreis-Bremen unter Verantwortung von Rei Shin Sensei, der ihm 1995 die Dharma-Nachfolge und ein Jahr später die vollständige Lehrerlaubnis übertrug."

Indiz 4: Rei Shin, also Wolf-Dieter Nolting, ist laut dem Zen Kreis Basel erst 1998 selbst zum Rôshi ernannt worden. Nur ein Rôshi kann jedoch die Dharma-Nachfolge vergeben.

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Weiter heißt es bei Sabass über einen Sai Sho Sensei:

"Er wurde im Mai 2008 von Rei Ko Sensei [Michael Sabaß] zum Dharma-Nachfolger ernannt und im August 2009 als Zen-Lehrer anerkannt."

Noch einmal: Nur ein Rôshi ernennt im Rinzai einen anderen zum Dharma-Nachfolger (rôshi, shike). Damit ist selbstverständlich auch eine Lehrerlaubnis verbunden.

Obwohl weiter oben steht, dass Sabaß bereits 1995 oder 1996 die "Dharma-Übertragung" erhalten haben soll, wird er mit Bezug auf 2008 noch als einfacher "Sensei" (Lehrer) bezeichnet. Mit anderen Worten, so sehr sie sich auch bemühten, sie haben sich am Ende doch selbst entlarvt.

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Indiz 5: In diesem neueren Interview, das lange nach dem von Hatlapa gesandten Artikel entstand, erwähnt Oi Saidan Rôshi ausdrücklich nur noch Dr. Nadine (Rei Myo) Tierelinckx, die im Übrigen auf meine Anfrage zu ihrem Status - und dem der anderen "Rei-Brüder" - überhaupt nicht geantwortet hat:

"Sie ist Deutsche und sie war hier 10 Jahre. Dann habe ich ihr die Qualifikation (Dharmaübertragung) gegeben. 30 verschiedene Leute haben ein Zen-Dojo gegründet."

Dr. Tierelinckx schreibt auf Ihrer Webseite tatsächlich von einem langen Aufenthalt in Oi Saidans Tempel und von ihrer "Dharma-Übertragung" (inka shomei) im Jahre 2006. Dieser Begriff wurde aber im o.g. Interview nicht mit einer Fußnote versehen, so dass wir nicht wissen, welches japanische Wort Oi Saidan Rôshi benutzte - das Wort "Qualifikation" klingt jedenfalls verdächtig nach etwas anderem, und als solle hier erneut etwas verschleiert werden. Fest steht, dass er außer ihr die anderen 30, die Dôjôs gründeten, kurz zusammenfasste. Kein weiterer deutscher Schüler von ihm wird als Dharma-Nachfolger genannt, hingegen wird zwischen den Zeilen jeder abgekanzelt, der nicht lange genug bei ihm lernte - und nur als "Dôjô-Gründer" bezeichnet. Bemerkenswert. Und typisch japanisch, weil die anderen nicht einfach ihr Gesicht verlieren sollen. 

Aus den genannten Gründen rate ich davon ab, bei diesen Lehrern Zen zu praktizieren.

(Wird fortgesetzt, auch mit Bezug auf inhaltliche Verdrehungen der "Rei-Bande".)

[Anmerkung: Es ist anzunehmen, dass die verlinkten Websites inhaltlich infolge dieses Beitrages geändert werden. Ich habe deshalb Screenshots als Belege angefertigt.]

Freitag, 6. März 2015

Theravada-Mönche beim Sex

Das erste Video ist recht explizit, deshalb nenne ich bloß den Titel auf Youtube und empfehle es - aus rein rechtlichen Gründen - nur über 18-Jährigen. Man findet es durch Eingabe von "The Bad monk having sex with woman In USA 2". Es zeigt einen kambodschanischstämmigen Mönch aus Lowell (Massachusetts), der zweitgrößten Khmer-Community in den USA, zunächst bei der Massage einer Landsfrau und dann bei erstaunlich geschickten Hüftdrehungen auf ihr. Insofern kann man es fast schon als unfreiwilliges Lehrvideo bezeichnen, da "Rühren" und damit der seitliche Druck auf die inneren Schamlippen als eine der Techniken mit dem höchsten Befriedigungsgrad für Frauen gilt. - Danach wechseln sie noch die Stellung.

Das zweite Video ist aus Thailand, dort stellt die Polizei gerne Täter öffentlich mit Bild an den Pranger. Opfer, die auf der Polizeistation mit Fingern auf festgenommene Diebe zeigen und ähnliches, sind Alltag im Fernsehprogramm. Der Polizist in folgendem Clip fragt das Freudenmädchen unter anderem nach dem Preis für die Nummer (400 Baht, damals ca. 10 Euro).

Samstag, 28. Februar 2015

Sacks ohne Sex?
Wie man auf sein Leben zurückschauen kann

In der New York Times schrieb Oliver Sacks ("Der Mann, der seine Frau mit einem Hut verwechselte") gerade von seinen Lebermetastasen und blickte auf sein Leben zurück. Ich verdanke dem Neurologen Einsichten in die (stets individuell zu betrachtende) Migräne, mit der ich mich schon mein halbes Leben herumschlage. Und die Erkenntnis, dass teure neue Triptane als Schmerzmittel oft den Schmerz wiederkehren lassen (ich nannte sie mal "die Zigarette der Migräne-Industrie"), den die kaum noch verschriebenen, alten Ergotamine (mit denen Sacks lange arbeitete) schlicht beendeten.
   Sacks zeigt sich dankbar für die neun Jahre nach seiner ersten Krebsdiagnose, auch für diejenigen Menschen, die seine Metastasen entdeckten. Dann geht er auf die Autobiografie von David Hume ein, die dieser angesichts seines nahenden Todes verfasste. Auch für die Jahre, die Sacks Hume überlebte, ist er dankbar, da sie mit hoher Produktivität gefüllt waren. Er stimmt mit ihm, trotz ihrer unterschiedlichen Charaktere, in dieser Erkenntnis überein: "Es ist schwer, mehr vom Leben losgelöst zu sein als ich es im Moment bin." Sacks will nach Möglichkeit noch reisen, seine Einsichten und Freundschaften vertiefen, denen, die er liebt, Lebewohl sagen und viel schreiben. Was er nicht will, ist, seine Lieblingsnachrichtensendung im TV weiter verfolgen. Politische Fragen würden sich nicht mehr ihm, sondern den kommenden Generationen stellen. Er schließt damit, dass es ein enormes Privileg und Abenteuer gewesen sei, auf diesem "schönen Planeten" gelebt zu haben. Das klingt irgendwie buddhistisch. So fasst er es zusammen:

"Ich liebte und wurde geliebt. Mir wurde viel gegeben und ich habe etwas zurückgegeben. Ich habe gelesen, Reisen unternommen, nachgedacht und geschrieben. Ich hatte Verkehr ("intercourse") mit der Welt, den speziellen Verkehr zwischen Schriftstellern und Lesern."

Sacks, geboren 1933, machte einschneidende Erfahrungen mit Amphetaminen in seiner Studienzeit, hat gesund gelebt, ging täglich schwimmen, aß Bananenmüsli zum Frühstück und abends Reis mit Fisch. Trotzdem hatte ich bei der Lektüre seiner Worte kein gutes Gefühl. Irgend etwas stimmte da nicht. Ich nahm das zum Anlass, mir zu überlegen, was ich denn, mit 50 Jahren, bei einer solchen Diagnose sagen würde. Plötzlich erschien mir die Aufzählung all der Dinge, für die er dankbar war, als banal. Es fehlte mir auch eine gewisse Ehrlichkeit (z. B. die Frage, warum diese Dösel seine Metastasen nach erfolgreicher Behandlung eines Melanoms am Auge vor neun Jahren nicht früher erkannt haben, obwohl diese angeblich nur eine zweiprozentige Wahrscheinlichkeit hatten). Mir war das alles zu einfach. Natürlich habe auch ich geliebt und wurde geliebt. Auch mir wurde viel gegeben und ich habe etwas zurückgegeben. Auch ich habe gelesen, Reisen unternommen, nachgedacht und geschrieben. Allerdings war das auch schon vor 25 Jahren so. Sollte ich mich nun darüber freuen, dass ein finanziell sicher ganz anders als ich aufgestellter Sacks seine ökonomischen Verhältnisse mit keinem Wort als wichtig erwähnte? 
   Dann stolperte ich über den letzten Satz des obigen Zitates. "Intercourse", Verkehr mit der Welt, als Autor (gedanklich) mit Lesern. Warum hatte er hier keine Frau erwähnt, warum keine Familie?
   Die Antwort ist einfach. Sacks, der zeitweilig unter Gesichtsblindheit litt und sich als schüchtern sieht, lebte allein, heiratete nie und bezeichnet sich als zölibatär. Wie man es von zölibatären Mönchen und Nonnen erwarten würde, ersetzte auch er Hinweise auf die Fleischeslust metaphorisch durch nicht-sexuelle Kontakte mit der menschlichen Gemeinschaft.
   Meine Ausführungen hätten hingegen so geendet: "Ich hatte Geschlechtsverkehr mit der Welt, und oft noch lieber Oralverkehr, besonders den speziellen Verkehr zwischen Freier und Freudenmädchen."

Die Pointe hier ist also, dass ich das alles auch schon vor 25 Jahren hätte sagen können. Demzufolge hätten die genannten Charakteristika eines dankbaren Lebens nicht viel mit einer ausgedehnten Lebensdauer zu tun. Sacks sagt aber auch, zwischen den Zeilen, dass er am liebsten so weitermachen würde wie bisher. Solange sich diese Selbst-und-Andere-Befriedigung in Form von Lesen, Schreiben, Lieben und Kommunikation also nicht abnutzt und langweilig wird, kann man eigentlich schlecht einen Punkt bestimmen, an dem es "reicht". Im Grunde wäre eine ebenso angemessene Reaktion die vehemente Beschwerde: "Die Metastasen kommen zu früh!" Ich würde sofort zustimmen, denn Sacks ist einer der wenigen mir bekannten Zölibatären, denen die Enthaltsamkeit nicht zu Kopf gestiegen ist (d. h. die klar dabei blieben - oder wurden).

In einem tieferen Sinn müssen solche Konzepte jedoch, von einer buddhistischen Warte aus, als behelfsmäßig erscheinen. Nimmt man lieben, geben, denken, lesen, reisen und schreiben weg - was ist dann noch? Welche "Wahrheit" hat dann noch Bestand? Die genannten Kriterien von Sacks Glück mögen tröstlich sein, aber sie sind auch relativ. Ein kleiner Exkurs:

Einmal ging ich mit einem verheirateten einheimischen Reisebüroleiter in Thailand zu einem dämmrigen Karaoke-Schuppen. Es entsprach der thailändischen Gepflogenheit, dass die Ehefrau solche Ausflüge dulden darf (in China ist vielerorts noch heute die Konkubine akzeptiert, und viele Thais sind chinesischstämmig und haben mit ihren Nebenfrauen davon abgekupfert). Dennoch musste der Schuppen irgendwie dunkel sein, weil eine Restscham zu schützen war. Ein bisschen Fummeln vorab, und der Mann hatte seine Gespielin gefunden. Er wartete auf meine Wahl, und ich fragte, was er denn zahlen müsse. Es war doppelt so viel wie ich für gewöhnlich in diesem Land für Freischaffende hinblätterte. Ich lehnte ab und überließ ihn seinem Vergnügen. 
   Mit den Jahren habe ich zwei Dinge über diese Begegnungen gelernt: 
   1) Es gibt keinen zwingenden Zusammenhang zwischen den Kosten für Sex und dessen Qualität. Teure Huren waren im Schnitt nicht besser als billige. Als mich kürzlich zwei Leute im Hotel in der gleichen Nacht ansprachen, dass sie sich nebenher was mit der Vermittlung von Edelhuren verdienten, staunte ich nicht schlecht, welche Summen manche Dösbaddel da bereit sind zu zahlen. Anlass war, dass zwei aufgedonnerte Frauen an mir und dem Security-Mann vorbei zu ihrem Auto gingen. Der Mann sagte, die könne ich kommen lassen, und ich sagte ihm, wie viel ich zahlen würde, woraufhin er erschüttert abwinkte. "Aber", sagte ich zu ihm, "die sehen doch überhaupt nicht besser aus als 'meine'." Woraufhin er sich auf den Standard-Irrglauben zurückzog, die billigen hätten Aids. Das aber wäre, wenn es überhaupt stimmte, eh nicht mein Problem, da ich schon immer Kondome verwende. Ich hatte in den knapp vierzig Jahren, seit ich geschlechtsreif bin, nicht eine Geschlechtskrankheit. 
   2) Es gibt keine Gewähr dafür, dass kostenloser Sex besser ist als köstlicher. Der Sex mit Professionellen war für mich, wie man aufgrund von deren Erfahrung erwarten kann, im Schnitt besser als der kostenlose Sex, der mir in einem halben Jahrhundert vergönnt war. In der Regel bekommen gewöhnliche Frauen einen Schrecken, wenn ich ihnen von meinen Erfahrungen berichte, weil sie fürchten, dass sie mich nicht befriedigen können. Sie wissen das also auch. In der Öffentlichkeit äußert sich dieser Frust der gewöhnlichen Frauen dann z. B. in Propaganda für den angeblichen Schutz von Huren, der in aller Regel von diesen selbst heftig abgelehnt wird. Tatsächlich wollen diese Frauenschützer den Huren schaden, weil sie Konkurrenz darstellen.

Etwas anderes ist die "Liebe". Wenn Sachs davon schreibt, geliebt zu haben und geliebt worden zu sein, dann stellt er das nicht in einen notwendigen Zusammenhang mit der (ausgelebten) Sexualität. Etwas von Liebe zu verstehen, ohne damit automatisch Sex zu verbinden, ist tatsächlich eine Freude. Sex unter Umständen zu betreiben, die dem Gegenüber seine Würde lassen, ist sogar eine Kunst. Wenn die Freude in eine Kunst übergehen will, entstehen die besten feuchten Orgasmen. Von Geld sind sie so wenig beeinflusst wie das Glück von Sacks. 

In vielen Gesellschaftssystemen, so auch in Thailand, stellt sich die Frage nach kostenlosem Sex im Grunde gar nicht. Kürzlich ging ich in eine Apotheke und verlangte für die Behandlung eines Bakeriums das vielfach billigere Antibiotikum statt dem Standardmedikament. Der junge studierte Apotheker, der mich bereits kannte, sagte lachend, in Thailand würde man Leute wie mich als "khii niau" (geizig) ansehen. Ich meinte, Sparen sei ein Talent. Woraufhin die PTA, die neben ihm saß, eine schöne Transsexuelle, die mich schon oft angelächelt hatte, das Gesicht verzog und fragte, ob ich denn wohl eine Freundin habe. Der Sinn der Frage war: Wie willst du denn eine Freundin bekommen, wenn du geizig bist - das heißt: nicht großzügig Geld dahingibst? Ich fragte sie ihrerseits, ob sie einen Freund habe, sie bejahte, ich machte das Geldzählzeichen zwischen den Fingern, und sie nickte. Ihr Typ hatte also Geld, und damit war alles für sie geregelt. Wären nicht Kunden in dieser Apotheke nachgerückt, ich hätte mir die Zeit genommen, ihr zu erklären, dass Männer wie ich nicht mit einer Frau zusammenleben, die auf Geld aus ist. Wir ficken mit solchen Frauen, so möglich, aber sie können sich aufgrund ihrer Käuflichkeit oder Geldgeilheit kein Recht erwerben, das Leben mit uns zu verbringen. Eine solche Vorstellung ist in vielen Ländern - und die PTA meinte, das müsse sogar in Deutschland so sein - völlig abwegig. Die Frauen verstehen größtenteils gar nicht, wovon da einer wie ich redet. Sie glauben, der Mann müsse sich das Recht erwerben, mit einer Frau (dauerhaft) zusammen zu sein, indem er (dauerhaft) Geld für sie ausgibt. Dies zieht sich durch die ganze Gesellschaft. In einer solchen Gesellschaft ist der Sprung in die Prostitution dann auch nur ein Hüpfer. Die Ehe und Partnerschaft ist ein Geschäft, und wer rechnen kann und GeschäftsMANN ist, wird sich kaum darauf einlassen. Ob das nun in euren Beziehungen auch so ist, liebe Leser dieses Blogs, möget ihr euch selbst fragen.

Ich lebe zwar nicht zölibatär wie Sacks, aber womöglich haben wir für unsere Entscheidungen ein ähnliches Motiv. Unsere relativ große Freiheit aufzugeben kommt nicht so einfach in Frage. Die Frau, die an unsere Seite passte, ist uns einfach nicht übern Weg gelaufen. Oder wir haben es nicht bemerkt. Für mich ist es ehrlicher, zu zahlen, als Frauen vollzulabern oder mir willige Dharma-Schülerinnen heranzuziehen und sie zu manipulieren, wie es etliche buddhistische Lehrer gezielt tun. Mir missfällt auch die diesbezügliche Auswahl.
   Es ist wirklich eine Frage des Alterns: Wie man sich daran gewöhnen kann und seine Freuden davon unabhängig genießt, das scheint mir "mit der Zeit" immer leichter zu werden. Nicht nur haben wir das Märchen durchschaut, dass da jemand sein müsse; wir haben aus der ernüchternden Erkenntnis des Gegenteils einen Vorteil ausgedehnterer Freiheit gemacht.
   Was nicht leichter wird ist hingegen, gute Freudenmädchen zu finden (nur die schlechten zu meiden wird einfacher). Insofern sollte ich mir womöglich ein Beispiel an Sacks nehmen und öfter mal schwimmen gehen.

Mittwoch, 25. Februar 2015

Rinzai Roku (Neuübersetzung)

"Linji döste in der Mönchshalle. Huang-po sah ihn und schlug mit seinem Stock auf die Plattform. Linji hob den Kopf. Als er Huang-po erkannte, döste er weiter."

Eine neue Übersetzung des Linji Yulu (Rinzai Roku) war nötig. Zum wiederholten Mal hatte ich den O. W. Barth Verlag auf einen Titel aufmerksam gemacht, den er vor Jahren mal aufgelegt, dann aber offenbar vergessen hatte und den die Zen-Gemeinde braucht. Ich hätte ihn selbst neu aufgelegt. In der Regel führt ein solches "Aufstöbern" dann aber doch zu den gewünschten Aktivitäten des anderen Verlags und er nimmt die Sache in die Hand. 

Bei genauerer Durchsicht gefielen mir jedoch die redundanten Kommentare von Soko Morinaga in dieser Fassung nicht, und ich beschloss, zeitgleich eine eigene Übersetzung herauszubringen. Linji ist relativ selbsterklärend. 

(Aus der Einleitung) "Linjis Stil ist durch eine gewisse Rohheit in der Sprache und im Handeln gekennzeichnet. Bekannt wurde seine Methode der „Drei Geheimnisvollen Tore“: Das 1. Tor lautet „Geheimnis in Essenz“ und zieht buddhistische Philosophie, etwa Yogacara, zur Erklärung von Phänomenen heran. Das 2. Tor lautet Geheimnis im Wort“ und benutzt das Hua Tou (jap. wato), um konzeptionelles Denken von Schülern zu entwirren. Dabei handelt es sich in der Regel um kurze Sätze, die zum Gegenstand der Meditation werden, wie „Was ist dies?“, „Wer bin ich?“. Diese Methode wurde später von Dahui Zonggao (1089–1163) ausgearbeitet.  Das 3. Tor lautet „Geheimnis im Geheimnis“ und verwendet non-verbale Kommunikation, Hiebe und Schreie zum gleichen Zweck."  

Neu im Buchhandel! (Das Ebook gibt es noch ein paar Wochen zum ermäßigten Preis.)

Freitag, 20. Februar 2015

Kindergarten "Buddhaland"

Gerade wurde mir aus dem Forum Buddhaland aus einem nur für registrierte User sichtbaren Bereich ("Anregungen und Kritik") folgender Beitrag des Moderators "Ji'un Ken" (Alf Bartholdy) zugespielt:

"Guido Keller hat sich meiner Meinung nach nur seinem Hang zur Selbstdarstellung verschrieben. Einen Hang der Selbstdarstellung, bei dem es mir schwerfällt, ihn nicht als krank zu bezeichnen. Obwohl er hier gesperrt ist, setzt er alles daran, hier immer wieder zu schreiben. Er verschleiert seine Identität mit immer neuen Nicks und benutzt Tornetzwerke oder Ähnliches, um seine IP zu verschleiern.
   Ich kann ihn nicht mehr ernst nehmen und ich bedauere das. Ansonsten habe ich nicht vor, mit dir weiter über Guido zu diskutieren."

(Thread "Werbung im Buddhaland", 22.01.2015, 19:07)

Daran ist Etliches falsch. Ich war meines Wissens nie unter meinem bürgerlichen Namen angemeldet und kann darum auch nicht als solcher gesperrt sein - sondern nur mein jeweiliger Username. Von "Verschleierung" kann auch keine Rede sein, weil die Moderatoren schon Beiträge gelöscht haben, in denen User mit bürgerlichem Namen angesprochen wurden - das wird im Buddhaland in der Regel nicht gewünscht und ist keine Voraussetzung für die Anmeldung. Der Regelfall ist also o. g. "Verschleierung", was leider häufig zu dem üblichen anonymen Geschwafel von Feiglingen führt. - Die Nutzung des Tor-Netzwerkes - die ich dem Moderator übrigens selbst mitteilte, sonst  hätte er sie gar nicht bemerkt - ist zeitweilig  nötig, wenn ich in einem Land mit Internet-Zensur schreibe. 

Zu diesem Moderator ist Folgendes zu sagen. Er hat meine Usernamen oder "Avatare" - m. E. sobald er merkte, dass ich dahinter steckte bzw. es selbst offenbarte - mehrfach unter Verletzung der dortigen Forumsregeln gesperrt. Nach diesen Regeln ist zuvor eine Verwarnung nötig, dann könne eine zeitweilige Sperre von - nach seinen Angaben - sieben Tagen erfolgen, dann eine Sperre von - nach seinen Angaben - einem Jahr (eine Regel, an die er sich schon bei anderen Usern nicht hält, wie deren vorzeitige "Wiederkehr" zeigt). In keinem der genannten Fälle hat sich der Moderator an diese Regel gehalten, entweder folgte die Sperre ohne Ankündigung oder Begründung, oder sie erfolgte für einen anderen Zeitraum (wahrscheinlich gleich unbefristet). Ji'un Ken ist offenbar kommunikationsgestört, da er die Diskussion zu seinen Regelverstößen verweigert.

Die Regeln in einem Forum gelten für beide Seiten, User wie Betreiber oder Moderatoren. Werden regelwidrige Entscheidungen getroffen, sind diese als nichtig zu betrachten.

In einem Fall hat Ji'un Ken allerdings mit meinem "Avatar" (Aliasnamen) über das Forum Kontakt aufgenommen und sehr bald von seiner Vergangenheit erzählt. Bereits nach einigem Austausch hat sich darin für mich ein eklatanter Widerspruch in seiner Darstellung dieser Vergangenheit gezeigt. Er schien das Ganze - meiner Ansicht nach - vor sich her zu tragen, um damit möglicherweise etwas zu entschuldigen. 

Auffällig ist, wie empfindlich er auf das Thema "Sexualität" im Forum reagiert. Zuweilen hat er seine Moderatorenfunktion offenbar nicht mehr im Griff. Ich schrieb an anderer Stelle, dass er darum und aus oben genannten Gründen sich nicht als Moderator eignen würde. Sein Gehabe wurde noch verschärft, nachdem ich die Linie, in der er praktiziert (Oi Saidan), hier und im Forum kritisiert hatte. 

In dem jedem der angeblich fast 3.000 Registrierten zugänglichen Forum hat er nun kürzlich die Userin "stiller_raum", wegen der ich das Forum erst vor ein paar Monaten abmahnte (was zur Löschung von zwei Beiträgen dieser Userin führte) regelrecht ermuntert, ihre Verleumdungen und Hasstiraden fortzuführen: "Ich lese mit und trage den Kinderkram mit Fassung. Aber schreibt ruhig weiter, wenn es euch beruhigt und evtl. dem Aggressionsabbau dient. Mir soll es recht sein." (21.01.2015, 12:01) Im Grunde hätte hier zumindest die Forumsregel der rechten Rede zu seinem Einschreiten führen müssen. Die genannte Userin hat auch hier im Blog u. a. zum Thema "Jack Kornfield" anonyme Beiträge hinterlassen und sich, wie vorhergesagt, als Stalkerin erwiesen, die immer wieder irgendwo leicht durchschaubare Lügen über mich, diesen Blog oder den Verlag verbreitet. [Freilich hat sie auch die Zugriffszahlen hier erhöht und mich auf die Idee gebracht, an dieser Stelle mehr für die von mir publizierten Bücher zu werben ;-)]

Wie Ihr wisst, halte ich mich in meinem Blog an meine eigenen Regeln. Darum nun hier meine Antwort auf Ji'un Kens obige, im Buddhaland-Forum geäußerten Sätze:

Alf Bartholdy hat sich meiner Meinung nach im Buddhaland einem Hang zur Zensur verschrieben. Einem Hang zur Unterdrückung der Meinungsfreiheit, bei dem es mir schwer fällt, ihn nicht als krank zu bezeichnen. Eine "biographische Belastung" (meine Worte) benutzte er mir gegenüber wie einen Hang zur Selbstdarstellung. Obwohl er meines Erachtens als Moderator unfähig ist, setzt er einiges daran, es zu bleiben. Diskussionen, die den Bereich der Sexualität streifen, unterdrückt er gerne (wenn ihm die die darin geäußerten Ansichten nicht passen). Er verschleiert seine Identität mit einem Namen, der wohl der Ordination einer fragwürdigen Sippschaft entstammt, und benutzt Ausreden, um seine mangelnde Forenkompetenz in Hinsicht auf Regeleinhaltung zu verdecken.

Ich kann ihn nicht mehr ernst nehmen und ich bedauere das.

Trotz Ji'un Kens m. E. unreifer Einstellung zu sexuellen Themen im Buddhaland hatte er mir einmal einen Text aus dem tantrischen Buddhismus zugestellt, der u. a. beinhaltete, sich den Samen des Lehrers in den Mund tröpfeln zu lassen! Als ich mich darüber amüsierte, schien ihn meine Haltung zu dem Text nervös zu machen und zu verärgern. Diese Anekdote mag wichtig sein, falls man meint, Ji'un Ken käme vor allem vom Zen. Dann bedenke man folgende Auffälligkeit:


Bestimmte User (z. B. "Losang Lamo", "Tashili", "Tara4U", "keks"**, "stiller_raum")** gehören offensichtlich zu der Anhängerschaft des tantrischen Buddhismus eines Lama Ole Nydahl ("Diamantweg"), die - wie ein ehemaliger Moderator namens "malsehn" im Buddhaland einst schrieb - sofort sich auf jeden einschießt, der Oles Unsinn bloßstellt, und entsprechende Threads zum Erliegen zu bringen trachtet. Da vergleiche man mal die Gelassenheit von Anhängern anderer Lehrer. Über meine Lieblinge könnt ihr lästern, so viel ihr wollt, ich würde mir trotzdem nicht die Mühe einer Intrige und Meinungsunterdrückung in einem Forum machen. Das zeigt nur, wes Geistes Kind diese Anonymen sind, und bestärkt mich in meiner Kritik. 

Es sieht auch nicht so aus, als würde der Administrator des Forums, Axel Jung, eine bedeutend andere Linie als sein Moderator vertreten, obwohl  Jung in seinem Blog u. a. der Aktfotografie frönt. Denn er steht in Verbindung mit "Zensho Kopp", den ich nicht nur hier in meinem Blog entlarvt habe, sondern einst auch im "Buddhaland" - noch vor Ji'un Kens Zeit als Moderator. Das hatte damals zu meiner allerersten regelwidrigen Sperre geführt.

Nachtrag: Mehr über Ole Nydahl und sein "Doppelleben" findet sich hier. Und weitere Erfahrungsberichte hier ("das scheint eine total verdrehte und sich geschlossene welt zu sein.").

[Update 24.2.]

* Einige der Genannten (darunter auch solche, die meinen, sie würden keine Blogs lesen) haben in besagtem Forum auf diesen Beitrag mehr oder weniger angepisst reagiert, eine redet sogar immer noch von "Schläferprofilen" und glaubt, man könne solche schon früh erkennen. Was sie mit "Schläfer" meint, bleibt unklar. User mit mehreren hundert Beiträgen? Schlafwandler? Dann spricht sie wohl auch von sich selbst. Die Wortwahl verrät den Geist des Denunzianten. Den Traum der Machtlosen. Und wie ist es tatsächlich?

Nur wenn ich das so will. Und ich will das fast immer. Aber das kapieren bis jetzt weder die verdrehten Nydahl-Tussen noch ein wirrer Bilsing, Verzeihung, Bilsig.  

       
Wieso sollte auch jemand, der Schwachsinn in Foren verzapft, je persönlich dafür einstehen? Am Ende liest es noch der Arbeitgeber oder der buddhistische Lehrer. Dafür hat man ja seinen Avatar. Aber wie lustig, die Leute identifizieren sich dann doch damit und fühlen sich angesprochen. Selbst Zen-Übende klammern sich da plötzlich krampfhaft an eine künstliche Identität. Bloß nicht zu weit gehen und aus einem Forum fliegen. Absurd.

Was aber, wenn ich es nicht will?  
Tausend Teuro für jeden, der mir meine "Schläferprofile" nennt. 
Dämliches Geschwätz!   


** Beitrag von "keks" vom 16.2., 20:26, zu den jhana im Forum "Buddhistische Praxis" (Konzentrationsmeditation): "8. ist vergleichbar mit Nahtoderfahrung was dann wiederrum auch vertieft werden kann. Bei Nahtoderfahrung gibt es wiederrum 8 ? oder 9 ? Punkte - Tunnel, verstorbene Bekannte, Lebensrückschau, alles zu wissen noch bevor man fragte etc. Interessanterweise deckungsgleich mit Buddhas Erfahrungen. Bei geübten Praktizierenden rechnet man im Schnitt 20 Minuten pro Stufe." (Vgl. das Geschwurbel von Nydahl.)

[Update 25.2.]

Leider kann ich nicht direkt auf diesen Teil des Forums verlinken.
Sie versuchen das Rätsel zu knacken, sind aber irgendwie drollig hilflos.

Jiun Ken: "Macht euch keine Sorgen um ihn. Er ist hier schon wieder unterwegs und versucht seine Diskussionsthemen an den Mann oder die Frau zu bringen."

Ich war nie weg. Das ist der Vorteil von Vierfach-Accounts, und das kommt davon, wenn man unter den registrierten Benutzern Hunderte von Fake-Anmeldungen zulässt, um seine Mitgliederzahl aufzuhübschen. Es sind ja auch nur "Doppelaccounts" verboten.
 
Um Rechtsbrüche, wie dort bereits geschehen (siehe Abmahnung) und von Jiun Ken ggf. befördert, weiter im Auge zu behalten, ist zumindest ein vollwertiger Account mit Leseberechtigung der zugangsbeschränkten Foren leider vonnöten. Ansonsten sollte man meinen, dass in einem Diskussionsforum jeder seine Themen anbringt und es dafür da ist. Das sieht Jiun Ken aber bekanntlich anders.

"Tara4U" meint, dass alle Beiträge, die ihr gegen den Strich gehen, von einem "Troll" stammen müssten, und merkt gar nicht, dass sie damit selbst einer wird. Offenbar hält sie das Buddhaland, in dem sie gern im Chat sinnlose Smilies postet (deshalb hier die Anspielungen), und ihre unreflektierte Abwehrhaltung für "bedeutender" als diesen Blog und meint auch ein Rezept zu kennen, wie man stille User aus der Reserve locken kann. Wie gesagt, die obige Wette gilt. Sie darf sich damit trösten, dass ihre Beiträge hier öfter gelesen werden als im Buddhaland.

"wir wissen alle, wes Geistes Kind er ist"
Zu mehr als nebulösen Andeutungen reicht es nicht. Mal unter diesem, mal unter anderem Namen.
Ich weiß, wes Geistes Kind eine Tara ist: des Faschismus.

"Wichtig ist, nicht meinen sich in irgend einer Weise rechtfertigen zu muessen" (siehe Ole)
"Ich füttere dich nicht mehr"

Rülps!

Montag, 9. Februar 2015

Hinrichtungsvideos der IS oder:
Wie weit darf Karikatur gehen?

In der Vergangenheit suchte ich zwei Mal nach Videos von Enthauptungen durch Anhänger des "Islamischen Staates" (IS). Da ich nicht so zügig fündig wurde, wie ich dachte, gab ich die Suche jedoch bald auf. Ich verstand, dass viele Provider diese Videos alsbald zu löschen trachteten. Kürzlich aber fand ich recht schnell den Film über die Verbrennung des jordanischen Piloten. Als ehemaliger Student der Filmwissenschaften staunte ich nicht schlecht über die Gestaltung dieses sadistischen Mordes mit den Mitteln des fiktiven Hollywood-Kinos. Da wurden digitale Grafiken wie in einem SF-Thriller mit Tom Cruise eingeblendet, die den Standort von Personen verrieten. Da wurde durch schnelle Schnitte auf den an den Gitterstäben seines Käfigs rüttelnden Gefangenen noch einmal kurz auf dessen Angst und vergeblichen Protest verwiesen. Der Soundtrack kleisterte das Ganze zu einem der widerlichsten Filmchen zu, die ich je sah. Was die tumben IS-ler nicht verstanden: Indem sie einen zu Allah betenden Muslim und sein Gesicht zeigten und richteten, machten die Vermummten sich selbst zu Karikaturen, wie sie ein französischer Zeichner nicht besser hinbekäme.

Diesmal haben sich die Mörder und Regisseure jedoch verschätzt. Es ist wohl der - auf uns seltsam wirkenden - Affinität zum Schächten (Aufschlitzen von Tierkehlen) in der muslimischen Welt zu verdanken, dass es erst der Verbrennung eines lebendigen Menschen bedurfte, um das Fass endgültig zum Überlaufen zu bringen: Enthaupten wird in der muslimischen Welt offenbar als weniger grausam angesehen denn Verbrennen. Jordaniens Regierung ließ im Gegenzug unverzüglich die Frau, die der IS vorgeblich freipressen wollte, und einen weiteren Terroristen hinrichten, Muslime gingen in Massen auf die Straßen und protestierten, der jordanische König kündigte die Ausrottung des IS an. Nicht nur ist damit der entscheidende Schulterschluss mit der westlichen Welt im Kampf gegen islamischen Fundamentalismus in die Wege geleitet. Es war ein Muslim, der die drastischsten Maßnahmen ergriff und - durchaus verstrickt in die uns bekannte nahöstliche Rache-Rhetorik - das einzig richtige Ziel vorgab.

In deutschen Talkshows muss man sich dagegen die Blödeleien eines Jürgen Todenhöfers anhören, der sich vor vermummten angeblichen IS-Kämpfern und neben einem unvermummten Deppen filmen lässt, wie dieser seinen stupiden Sermon von der (für ihn nicht erkennbar: aussichtslosen) Welteroberung von sich gibt. Dieser Depp ist dicker als die Person, die wir als Henker oft auf Bildern sehen und die das Feuer am Jordanier entzündete. Todenhöfer sieht Bombardierungen der IS wegen des Kollateralschadens als falsch an, obwohl jede militante Bewegung, die erobern will, notgedrungen in Gebiete vordringen muss und dabei recht effektiv ins Visier genommen werden kann. Dies ist ja bereits geschehen. Todenhöfer setzt Hoffnung auf ehemalige Unterstützer von Saddam Hussein und will Schiiten und Sunniten offenbar in Kröpfchen und Töpfchen stecken. Über die Komplexität und Vielseitigkeit des Islam scheint er nicht genügend informiert zu sein, sonst würde er nicht solch naive Hoffnungen hegen. Dass der IS Sadisten, Vergewaltiger und Serienkiller anzieht (die meisten IS-Anhänger wären m. E. von sich aus gar nicht in der Lage, jemandem den Kopf abzuschneiden) und permanent beweist, dass seine Ideologie (und Religion) nur vorgeschoben ist, um "das Böse" im Menschen frei ausleben zu können (da wird ein Gefangenenaustausch gefordert, und noch ehe eine Antwort der Gegenseite abgewartet ist, die eigene Geisel getötet), unterschlägt dieser weltreisende Journalist. Und er schafft es nicht, einen Vollidioten genau so zu nennen, wenigstens aus sicherer Entfernung in Deutschland, nachdem er diesem gerade eine minutenlange Fernsehansprache gewährte. Umso erbärmlicher, wenn man dann noch zusehen muss, wie ihm deutsche Politiker lauschen, die wohl insgeheim meinen, Zurückhaltung im Ukraine-Konflikt müsse mit Zurückhaltung im Kampf gegen die IS einhergehen. Tatsächlich wünschen sich die USA längst, dass europäische Staaten wie Deutschland, die die Mittel dazu hätten, endlich selbst größere Verantwortung in internationalen Auswüchsen solcher Barbarei übernähmen. 

Nach längerer Bedenkzeit bin ich zum Schluss gekommen, dass nicht nur Todenhöfers Ansicht falsch ist, sondern auch die derjenigen, die meinen, man müsse das religiöse Selbstverständnis der IS-Kämpfer als solches ernst nehmen. Stattdessen sollte der IS als ein mafiöser Mob angesehen werden, unter dessen islamistischer Fassade sich in erster Linie Geistesgestörte und Sadisten tummeln. Es ist demnach relativ unerheblich, diese Gruppe dem Islam zuzuordnen. Wenn in dieser Hinsicht jemand für Klarheit sorgen will, dann sind es hoffentlich Muslime selbst. Indem man dem IS das Recht auf seine verzerrende Selbstdefinition abspricht, schützt man den Islam und seine (vernünftigen, moderaten) Anhänger auch vor den nahe liegenden Ressentiments. Was man ernst nehmen muss, ist die Todesverachtung vieler IS-Kämpfer, weil man dieser nur adäquat mit einer vergleichbaren Einstellung begegnen kann. Von Journalisten, die die Gelegenheit nutzten und sich inmitten von IS-Kämpfern mit diesen in die Luft jagten, hat wohl noch keiner gehört? Entweder sie machen als Nicht-Muslime Interview-Deals mit unteren Kommando-Ebenen, oder sie lassen sich von den oberen abschlachten.

Die Angelegenheit stellt sich komplexer dar, wenn der Otto Normalmuslim auf der Straße zu Mohammed-Karikaturen befragt wird. Überraschend oft sind Muslime wütend darüber, zeigen gelegentlich sogar Verständnis für Vergeltungsmaßnahmen. Ein Gelehrter der arabischen Welt forderte gar, man müsse auf jede mögliche Beleidigung in Form von Satire, Karikatur usw. verzichten, weil damit immer eine Minderheit im Westen verächtlich gemacht wurde, die es zu schützen gelte. Aha. Wenn Muslime also in Zukunft in der Mehrheit wären, würde Charlie Hebdo plötzlich salonfähig? 

Abgesehen von dem grundsätzlichen Problem, dass es der Muslim selbst ist, der die Karikatur erst - in seinem Geiste - erschafft, da er sich ja kein Bild von Mohammed machen soll und ihn deshalb auch in keinem Abbild erkennen dürfte (er trägt also die Verantwortung für die Karikatur immer auch selbst), ist das obige Argument unsinnig. Das "heilige" Buch des aufgeklärten Westlers ist sein Grundgesetz, sind die Menschenrechte. Wenn dort der Meinungsfreiheit ein großer Spielraum gewährt wird, ist diese Regel ebenso "heilig" wie dem Muslim die Ansicht, dass Jesus nur ein Prophet sei. Und die Karikatur ist Ausdruck dieser Regel, so wie der Koran Ausdruck einer Weltanschauung ist. Würde nun in muslimischen Ländern ein gleicher derart geforderter Schutz von Minderheiten vollzogen, dann müssten die entsprechenden Passagen aus dem Koran verschwinden, die Jesus den Status eines fleischgewordenen Sohnes Gottes absprechen. Denn das ist selbstverständlich eine Beleidigung des christlichen Glaubens. Wer also eine solche Rücksichtnahme - und letztlich Zensur - fordert, der hat nicht einmal begriffen, dass sein eigenes heiliges Werk nicht maßgeblicher sein kann als das der anderen. Und das wirkt wirklich - vorsintflutlich. Wenn also der hoffentlich gemeinsame Kampf gegen die Irren in der Schutzweste des Islam gewonnen ist, wird es eines langen Gedankenaustausches bedürfen, in dem vermittelt werden muss, warum die Werte eines aufgeklärten säkularen Staates denen eines religiösen Glaubens übergeordnet sein sollten. Das mussten hierzulande auch diejenigen schon schmerzhaft erfahren, die auf ihrer persönlichen Lesart eines wörtlichen Verständnisses der Bibel oder des Palikanon beharren. Dies gilt für alle "Gläubigen".

Donnerstag, 29. Januar 2015

Ryôkan: Ich spiele auf dem Buddha-Weg

Ryôkan!
Schön, dass du wie ein Narr bist, 
denn dann ist dein Weg unermesslich. 
Frei und leicht den Dingen ihren Lauf lassen –  
wer könnte das begreifen? 
Darum vermache ich dir diesen Stab aus wilder Glyzinie. 
Wann immer du ihn gegen eine Wand lehnst, 
möge er dir den Frieden eines Mittagsschlummers bringen.

[Bestätigung durch Meister Tainin Kokusen (1722–1791)]

                                                                 
  Dinge, die mich stören:

Zu viel reden
Zu schnell reden
Laute Rede
Rohe Rede, wenn andere schon schlafen
Selbstgespräche
Überflüssige Bemerkungen
Blumige Rede
Menschen, die nicht dazulernen
Menschen mit zwei Gesichtern
Menschen, die unterbrechen, wenn andere noch reden
Unpassende Bemerkungen
Andere belehren, weil sie in Zorn geraten
Über Dinge reden, die andere verschweigen wollen
Den Narren mimen
Schleimen
...
Kinder beschwindeln
Kinder neunmalklug machen
...
[Aus einer von Ryôkans "Listen"]